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klimAktiv.de: Chemtrails: Theorien über Kondensstreifen

klimAktiv.de:

Chemtrails: Theorien über Kondensstreifen

"Das Umweltbundesamt in Dessau räumt ein, daß die dahinterstehende Idee nicht völlig aus der Luft gegriffen sei: "In der Tat gab und gibt es im wissenschaftlichen Bereich verschiedene theoretische Vorstellungen, zum Schutz des Klimas unterschiedliche Stoffe (zum Beispiel Aluminiumoxid, Aluminium, Ruß, Eisenverbindungen) in die Atmosphäre einzubringen." Allerdings habe sich diese Form des "Geoengineering" nicht durchsetzen können, ja, es sei nicht einmal zu Versuchen gekommen.

Nichts von alldem ist bislang realisiert, jedenfalls gibt es keinerlei Hinweise darauf. Und außer einem - entsprechend zum Flugverkehr - wachsenden Aufkommen an Kondensstreifen am Himmel haben die "Chemtrail"-Aktivisten auch nichts vorzuweisen."

Accent Magazin 9/06: Luftverkehr und Klima

Accent Magazin, Ausgabe 9/06, Flugverkehr und Tourismus

Luftverkehr und Klima (DOC)

Autor:
Elmar Uherek - Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
Co-Autor und Reviewer:
Volker Grewe - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Dieser Artikel entstand in Kooperation der europäischen Forschungsprojekte ACCENT und ECATS.

Greenpeace Magazin 05/04: Ein Himmel voller Verschwörer

Greenpeace Magazin 05/04:

Ein Himmel voller Verschwörer

"Unter dem Suchwort „Chemtrails“ fand die Internet-Suchmaschine Google Anfang August 79.100 Treffer *; einen Monat zuvor waren es noch 28.500. Das Thema entwickelt sich zur Mutter aller Verschwörungstheorien: Ob Ufos oder CIA-Versuche mit Bewusstsein verändernden Drogen – nichts scheint zu weit hergeholt, als dass es sich nicht in das finstere Weltbild des um sich greifenden Kondensstreifen-Kults integrieren ließe.

„Die Sache mit den Chemtrails hat sich unglaublich schnell ausgebreitet“, stellt auch Thomas Hagbeck fest, bis vor kurzem Sprecher des Umweltbundesamtes und nun in gleicher Funktion im Umweltministerium. Jedenfalls haben sein Ministerium, Politiker, Bundesnachrichtendienst, Forschungsanstalten und nicht zuletzt Greenpeace in den letzten Wochen Hunderte besorgter Anrufe und E-Mails erhalten, die unisono von „kriminellen Experimenten in der Atmosphäre“ berichten.

Während die meisten Politiker und Wissenschaftler die E-Mails als „Chemtrail-Spam“ (der Meteorologe Jörg Kachelmann) in den Papierkorb werfen, hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn immerhin eine parlamentarische Anfrage zum Thema versprochen. Umweltbundesamt oder Greenpeace antworten mit den wissenschaftlichen Fakten: Ja, manche Kondensstreifen bleiben länger sichtbar. Das war schon immer so und lässt sich mit unterschiedlicher Luftfeuchte und natürlichen Verwirbelungen der Atmosphäre erklären. Ja, theoretisch kann man das Klima durch in der Stratosphäre versprühte Chemikalien beeinflussen. Doch es gibt keinerlei Hinweis, dass dies wirklich geschieht. Ohnehin müsste ständig gesprüht werden, um überhaupt einen Klimaeffekt zu erzielen, was Tausende Flugzeuge, Zehntausende Mitwisser und Milliarden-Euro-Etats erfordern würde – eine kaum geheim zu haltende Mammutoperation."


* aktuell (August 2008) 1.300.000 Treffer

taz berichtet: Verschwörungstheorie aus der rechten Szene?

Hier ein sehr bissiger und satirischer Bericht, der diverse Verschwörungstheorien der rechten Szene einordnet:

taz: Bürger, kauft Vorräte!

"Und die Kondensstreifen am Himmel sind in Wirklichkeit versprühte Gifte, so genannte Chemtrails, die uns krank werden lassen. Beweise lassen nicht lange auf sich warten. Ein arbeitsloser Elektronikbastler meldet sich zu Wort. Er habe sich einen motorbetriebenen Filter einer Dunstabzugshaube ins Schlafzimmerfenster geschraubt, um die Luft zu reinigen. "Erst probierte ich es mit einer NVA-Luftschutzmaske, aber da habe ich beim Schlafen immer so im Gesicht geschwitzt", sagt der Mittfünfziger. Mit der Dunstabzugshaube aber fühle er sich viel gesünder. Das Publikum nickt.

Der fast zahnlose Hartz IV-Empfänger wird ein begehrter Gesprächspartner an diesem Abend. Denn er hat nicht nur seine Luft gereinigt, sondern auch einen großflächigen Hautpilz mit einer selbst hergestellten kolloidale Silberwassermixtur, einer Lösung von Silbersalzen, besiegt. Seine Botschaft lautet: Trinkt Silberwasser, lehnt Antibiotika ab. Denn das Gebräu heilt angeblich nicht nur Krebsgeschwüre, Blutvergiftungen, Akne und die Beulenpest, sondern neutralisiert auch biologische Kampfstoffe.

Auf dem Treffen geht es aber nicht nur um unbewiesene Heilmethoden, sondern auch um rechtsradikale Inhalte. "

Telepolis: Treibhausgase gegen Luftschadstoffe

ein sehr interessanter Artikel von Heise Telepolis:

Treibhausgase gegen Luftschadstoffe

die Zeit - Wissenschaft-Online: Heizende Eiswölkchen

die Zeit - Wissenschaft-Online:

Heizende Eiswölkchen

"...Kondensstreifen entstehen in der oberen Troposphäre, in über acht Kilometer Höhe. Sie enthalten kaum mehr Abgase. Reiner Wasserdampf kondensiert an den Partikeln im Triebwerksstrahl zu kleinen Tröpfchen. Diese gefrieren in der kalten Luft und werden so zur sichtbaren Wolke; eine dünne Linie markiert den Pfad des Flugzeugs.

Das ist unbedenklich, wenn die Luft wärmer ist als minus 40 Grad oder die Feuchtigkeit dort oben so gering ist, dass die Wolkenstreifen sofort verdampfen. Dann zieht das Flugzeug nur eine kurze weiße Schleppe hinter sich her, die ein paar hundert Meter weiter hinten verschwindet. In kalter und feuchter Luft werden die Kondensstreifen dagegen zum Problem. Sie lösen sich nicht auf, sondern nehmen immer mehr Wasserdampf aus der Umgebung auf und wachsen - bis sie keine Streifen mehr sind, sondern dünne Eiswolken: Zirruswolken, wie der Wetterdienst die hohen dünnen Eisgebilde nennt.

Winde und Turbulenzen zerren an den Zirren und verteilen sie. Sie breiten sich aus und wandern. Natürliche Zirren sind meist Vorboten von Kaltfronten. Aber auch der Fachmann kann natürliche Zirren und Zirren aus Kondensstreifen nicht mehr unterscheiden. Sicher ist nur: Wo viele Flieger unterwegs sind, tritt häufiger Zirrusbewölkung auf.

Durch Kondensstreifen werden also künstliche Eiswolken in die obere Troposphäre eingefügt. Das ist kritisch, weil diese Wolken die Sonnenstrahlung zum Teil absorbieren - Energie, die andere Wolkenarten in den Weltraum zurückwerfen würden. Die Zirren geben die absorbierte Strahlung in Form von Wärme wieder ab: Dieser Effekt überwiegt die Abkühlung, die der Schatten der zusätzlichen Wolken bringt. In der Gesamtbilanz heizen Zirren die Atmosphäre also auf. "Kondensstreifen sind eindeutig wirksam für den Treibhauseffekt", sagt der Klimaforscher Peter Wendling vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)."

Projekt zum Klimaschutz: Verminderung von Kondensstreifen durch Flugroutenoptimierung

Klimazwei:

Verminderung von Kodensstreifen durch Flugroutenoptimierung

"Kondensstreifen und die daraus entstehenden Zirren greifen als anthropogene Wolken in den Strahlungshaushalt der Atmosphäre ein. Sie können von hochfliegenden Flugzeugen ausgelöst werden, sobald die Umgebungsluft kalt und feucht genug ist."

Morgellons Disease

Genfood? Nein Danke! berichtet:

Morgellons Disease
Kann Gentechnik doch krank machen?

"Bisher gehen keine Studien dem Verdacht nach, dass gentechnisch manipuliertes Erbgut aus Pflanzen menschliche Zellen dazu bringt, Fasern zu produzieren. Das klingt zu arg nach Science Fiction.
Hinzu kommt, dass Morgellons Disease zahllose Verschwörungstheoretiker angelockt hat, die die Krankheit
abwechselnd mit Nanorobotern, außerirdischen Erregern oder heimlich von Flugzeugen versprühten Giften (ChemTrails) in Verbindung bringen. Die These, dass hinter Morgellons Disease möglicherweise ein horizontaler Gentransfer steckt, passt gut ins Weltbild von Menschen, die in der Grünen Gentechnik eine Verschwörung des Weltjudentums, der Illuminati oder der Freimaurer sehen. Das macht es Gentechnikbefürwortern noch leichter, die These ins Lächerliche zu ziehen anstatt sie zu überprüfen."


Experten auf diesem Gebiet, äusserten sich ebenso dazu, dass es sich hierbei um eine psychische Störung handelt, Dermatozoehnwahn genannt.

Die Patienten verkratzen ständig die Haut. Durch die entstandenen, offenen Wunden bleiben Fasern von Kleidung und Umgebung daran kleben und verkrusten mit der Narbe. Dadurch entsteht der Eindruck, die Fasern wuchsen aus der Haut.

Professor Lynn Kimsey, Expertin für Insektenkunde äusserte sich dazu:
"Das Gehirn vermittelt Ihnen, dass etwas auf bzw. unter Ihrer Haut kriecht"


Fish-Blog:
Morgellons - eine Hautkrankheit als Lieblingskind der Verschwörungstheoretiker

http://fisch-blog.blog.de/2007/06/16/morgellons_eine_hautkrankheit_als_liebli~2463698/

FAZ: Staubkörnchen und Eisteilchen

FAZ:

Staubkörnchen und Eisteilchen

Spiegel Online: Salpetersäure setzt den Wolken zu

Spiegel Online:

Klima Frostschutz:
Salpetersäure setzt den Wolken zu

Spektrum d. Wissenschaft: Beispiellose Erderwärmung im Gange

Spektrum d. Wissenschaft:

Beispiellose Erderwärmung im Gange

Bild d. Wissenschaft: Rätselhafte Zirruswolken

Bild der Wissenschaft:

Experimente bestätigen: Staubpartikel fördern Bildung von Eiswolken

"Die Wissenschaftler stellten fest, dass Wasser bei Anwesenheit von festen Aerosolteilchen aus Staub oder Metallverbindungen, die unter anderem in Industrieabgasen freigesetzt werden, schon bei relativ hohen Temperaturen gefriert."

3SAT - Nano: Kondensstreifen sind im Grunde künstliche Wolken

Kondensstreifen sind im Grunde künstliche Wolken

Wasserdampf kondensiert in der Luft an kleinen Abgas-Partikeln aus dem Triebwerk

"Physikalisch betrachtet sind Kondensstreifen also nichts anderes als künstliche Eis- oder Zirruswolken. Bei tieffliegenden Flugzeugen entstehen die streifenförmigen Wolken nicht, denn die Luft ist in den unteren Luftschichten zu warm. Erst wenn es kälter ist als minus 40 Grad, kann der Wasserdampf schlagartig gefrieren. Auch bei sehr hoch fliegenden Maschinen bleibt der Wasserdampf gasförmig. Trockene Luft und geringer Luftdruck verhindern die Kondensation."


Wasserdampf ist Treibhausgas Nr. 1

Klima und Treibhaus-Effekt: Ursachen

Spiegel Online: Metall am Himmel || Kondensstreifen fördern Klimawandel indirekt

Spiegel Online:

Focus (46/2004) Verschwörungstheorien: Chemische Wolken

Chemische Wolken

Das neueste Internet-Gerücht unterstellt der US-Regierung ein geheimes Klima-Experiment

(Focus, Ausgabe 46/2004)

Frage von Focus Leser M. Baumann
"Gibt es die "Chemtrails" wirklich?


Artikel auf den Seiten "Donnerwetter"

Prophetische Kondensstreifen